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Eine wiederkehrende Wissens- oder Dokumentenaufgabe mit erkennbarem Nutzerproblem.
On-Premise KI verarbeitet Prompts, Dokumente und Modellergebnisse in einer Umgebung, die Ihr Unternehmen kontrolliert. Wirklich souverän wird sie erst, wenn auch Telemetrie, Updates, Backups, Supportzugriffe und Berechtigungen in den Datenweg einbezogen werden.
„On Prem“, „On-Premise“ und „Private Cloud“ werden häufig vermischt. Für Beschaffung und Datenschutz sollten die Verantwortungsgrenzen explizit sein.
| Kriterium | Eigene Infrastruktur | Privates EU-Hosting | Öffentliche KI-API |
|---|---|---|---|
| Hardwarebetrieb | eigenes Team oder Dienstleister | Hosting-/Managed-Partner | API-Anbieter |
| Datenweg | intern gestaltbar | vertraglich und technisch festlegen | anbieterabhängig |
| Offline-Betrieb | möglich | meist nicht vollständig | nein |
| Skalierung | Kapazitätsplanung nötig | vertraglich reservierbar | meist flexibel |
| Prüfpunkte | Updates, Backups, Rollen | zusätzlich AVV, Unterauftragnehmer, Support | zusätzlich Training, Speicherorte, Transfers |
| Typischer Fit | hoher Schutzbedarf, Offline | Souveränität ohne eigenen GPU-Betrieb | geringer Schutzbedarf, variable Last |
Eine deutsche oder europäische Rechenzentrumsadresse allein beweist weder eine bestimmte Rechtslage noch vollständige technische Isolation.
Für Unternehmenswissen braucht der Betrieb mindestens Identität, Dokumentenzugriff, Retrieval, Inferenz, Quellenanzeige und Beobachtbarkeit.
SSO, Gruppen und Dokumentrechte begrenzen, wer welche Information verwenden darf.
Freigegebene Quellen werden indexiert; Berechtigungen und Löschungen müssen mitgeführt werden.
Passende Textstellen werden gesucht und mit der Anfrage an das Sprachmodell gegeben.
Die Oberfläche zeigt Belege, Unsicherheit und einen klaren Weg zur fachlichen Prüfung.
Monitoring, Backups, Patchprozess, Modellversionen und Audit-Logs halten das System kontrollierbar.
Die Datenschutzkonferenz empfiehlt bei KI-Systemen unter anderem eine klare Zweckfestlegung, geeignete Rechtsgrundlagen, Datenminimierung, Transparenz und die Prüfung einer Datenschutz-Folgenabschätzung. Diese Aufgaben bleiben auch bei eigener Hardware bestehen.
Die sinnvolle Hardware ergibt sich aus Modell, Quantisierung, Kontextlänge, Parallelität und Latenzziel. Pauschale GPU- oder Break-even-Angaben ohne Lastprofil sind nicht belastbar.
Eine On-Premise KI-Lösung besteht aus drei Bausteinen: einem offenen Sprachmodell, einer Inference-Software und den Begleitdiensten für Oberfläche, Suche und Betrieb. Bei der Modellwahl zählen Lizenz, Sprachqualität im Deutschen und der Ressourcenbedarf der jeweiligen Modellgröße.
| Modellfamilie | Lizenzmodell | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Llama (Meta) | Community-Lizenz mit Bedingungen | breite Toolunterstützung, viele Modellgrößen |
| Mistral | teils Apache 2.0, teils eigene Lizenz | effiziente Modelle, starke europäische Sprachen |
| Qwen | überwiegend Apache 2.0 | gute Ergebnisse auch auf Deutsch |
| DeepSeek | MIT bzw. eigene Lizenz je nach Version | große Reasoning-Modelle für starke Hardware |
Offen heißt nicht automatisch frei: Meta- und NVIDIA-Lizenzen enthalten Nutzungsbedingungen, Apache-2.0- und MIT-Modelle sind am wenigsten eingeschränkt. Details und Benchmarks im Open-Source-LLM-Vergleich.
Für erste Tests und kleine Teams ist Ollama mit einer Oberfläche wie Open WebUI der schnellste Weg zum lauffähigen System. Bei vielen gleichzeitigen Nutzern oder produktiven Antwortzeitzielen ist vLLM mit Batching und besserer GPU-Auslastung die robustere Wahl.
Chat-Oberfläche, Agent-Workflows, Vektordatenbank und Monitoring sind gewöhnliche Serverdienste. Wer solche Komponenten oder kleine quantisierte Modelle zunächst außerhalb der eigenen Infrastruktur ausprobieren möchte, kann dafür einen günstigen VPS nutzen; Angebote lassen sich zum Beispiel bei Hostinger vergleichen (Affiliate-Link). Die produktive GPU-Inferenz mit vertraulichen Daten gehört dagegen auf eigene oder dediziert vertraglich geregelte Hardware.
Wer KI On-Premise plant, denkt meist zuerst an den Chat. In der Praxis laufen auf derselben Infrastruktur weitere Modelle, die Dokumente, Sprache und Bilder verarbeiten. Sie sind oft kleiner als ein LLM und lassen sich gemeinsam auf eigenen Servern betreiben.
| KI-Bereich | Typische Aufgabe im Unternehmen | Ressourcenbedarf |
|---|---|---|
| Sprachmodelle (LLM) | Chat, Zusammenfassung, Entwürfe, Fragen an Dokumente | hoch, abhängig von Modellgröße und Parallelität |
| Embeddings & semantische Suche | Wissenssuche, RAG-Systeme, Duplikaterkennung | gering bis mittel |
| Transkription & Übersetzung | Besprechungsprotokolle, Diktate, mehrsprachige Unterlagen | mittel, GPU beschleunigt deutlich |
| OCR & Dokumentenerkennung | Rechnungen, Formulare, gescannte Akten auslesen | gering bis mittel |
| Bild- & Klassifikationsmodelle | Qualitätsprüfung, Sortierung, Bildgenerierung für interne Zwecke | mittel bis hoch |
Für jeden Bereich gilt dieselbe Lizenzprüfung wie bei Sprachmodellen. Welche Workloads sich eine GPU teilen können, klärt die Hardware-Planung.
Eine wiederkehrende Wissens- oder Dokumentenaufgabe mit erkennbarem Nutzerproblem.
Mit ein bis zwei freigegebenen Quellen und klarer Datenklasse starten.
Erwartete Antworten, Belege und kritische Fehler vor der Modellauswahl definieren.
Qualität und Last auf lokaler oder dedizierter EU-Infrastruktur messen.
Nur mit dokumentierten Grenzen, Betriebskosten und fachlicher Freigabe skalieren.
KI On-Premise bedeutet, dass Modell, Vektordatenbank, Dokumente, Protokolle und Benutzerverwaltung in einer vom Unternehmen kontrollierten Umgebung laufen. Das kann eigene Hardware, Colocation oder eine dedizierte Private-Cloud-Umgebung sein. Entscheidend ist der kontrollierte Datenweg, nicht allein der Serverstandort. Herkunft und Übersetzung des Begriffs erklärt On-Premise auf Deutsch.
Nein. On-Premise reduziert mögliche Datenübermittlungen, ersetzt aber kein Berechtigungskonzept, keine Rechtsgrundlage, Löschfristen, Protokollierung oder Datenschutz-Folgenabschätzung. Auch Telemetrie, Updates, Backups und Supportzugriffe müssen geprüft werden.
Der Dienst ChatGPT selbst wird nicht als lokal installierbares Produkt angeboten. Unternehmen können jedoch offene oder anders lizenzierte Sprachmodelle mit einer eigenen Chat-Oberfläche, Rollen, Quellenanzeige und Dokumentensuche in ihrer kontrollierten Umgebung betreiben.
Bei klassischem On-Premise liegt die Infrastruktur im eigenen Verantwortungsbereich. Beim privaten LLM-Hosting stellt ein Rechenzentrums- oder Managed-Service-Partner dedizierte Ressourcen bereit. Beide Modelle können souverän gestaltet werden; beim Hosting kommen jedoch Verträge, Unterauftragsverarbeiter, Supportzugriffe und Drittlandrisiken hinzu.
Das hängt von Modellgröße, Kontextlänge, Parallelität und gewünschter Antwortzeit ab. Für einen Pilot zählt deshalb zuerst ein repräsentativer Testdatensatz mit Messung von Qualität, Latenz und Speicherbedarf. Erst daraus sollte die produktive GPU-Konfiguration abgeleitet werden.
Besonders relevant ist der Betrieb bei vertraulichem Unternehmenswissen, Berufsgeheimnissen, Gesundheitsdaten, Offline-Anforderungen, hoher wiederkehrender Nutzung oder dem Bedarf an eigener Modell- und Updatekontrolle. Für öffentliche Informationen und geringe Nutzung kann eine geprüfte Cloud wirtschaftlicher sein.
Neben Sprachmodellen für Chat und Dokumentenfragen laufen auch Spracherkennung und Transkription, Übersetzung, Embedding-Modelle für die semantische Suche, Texterkennung (OCR) in gescannten Dokumenten sowie Bild- und Klassifikationsmodelle lokal. Viele dieser Modelle sind deutlich kleiner als ein LLM und teilen sich die vorhandene GPU-Infrastruktur.
Kleine Teams starten meist mit einem einzelnen Inferenz-Server, Ollama und einer Chat-Oberfläche mit Dokumentensuche. Organisationen mit mehreren Abteilungen brauchen zusätzlich SSO, Rollenkonzept und Protokollierung. Für hohe Parallelität oder große Modelle sind vLLM und mehrere GPUs sinnvoll. Die passende Lösung ergibt sich aus Datenklassen, Nutzerzahl und Antwortzeitzielen, nicht aus dem größten verfügbaren Modell.
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